Annakirche
Der Ursprung der Annakirche geht auf das Jahr 1500 zurück. Ihren Namen hat die Kirche durch das dort aufbewahrte Annahaupt. Die handtellergroße Reliquie, ein Teil einer menschlichen Hirnschale, soll es sich um das Haupt der Heiligen Anna handeln, das 1501 im Mainz gestohlen und nach Düren gebracht wurde. Der Reliquie verdankt Düren seitdem seine Bedeutung als Wallfahrtsort. Nach einer erbitterten Auseinanderstezung um die Reliquie entschiede Papst Julius II. 1506, dass die Anna-Reliquie in Düren verbleiben soll.
Die Annakirche wurde durch Bombardierung Dürens 1944 fast völlig zerstört.
Die Wallfahrten zur Annareliquie begründen auch die Entwicklung der Annakirmes. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich aus dem Annenmarkt, bei dem Waren den Pilgern angeboten wurden, ein neuntägiges Volksfest: die Annakirmes, die immer am Samstag nach dem 26. Juli beginnt. Wenn dieser Tag auf einen Samstag oder Sonntag fällt, beginnt die Kirmes an diesem Wochenende. Zur gleichen Zeit zelebriert die Pfarrgemeinde auch die Annenoktav, bei der 8 Tage lang das kostbare Büstenreliquar mit der Reliquie der Großmutter Jesu ausgestellt wird.
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