Ahrtal - Mayschoß liegt in einem weiten Talkessel der Ahr. Hier wurde mit der Saffenburg im 11. Jahrhundert die älteste Burganlage im Ahrtal errichtet. In dem landschaftlich interessanten Teil des Ahrgebirges gruppieren sich die Winzerhöfe und Häuser des Ortes um einen markanten Umlaufberg, den Etzhard. Für den ortsfremden Besucher entsteht so der Eindruck, Mayschoß bestehe aus mehreren einzelnen Weinorten. Selbst von den Aussichtspunkten Schwedenkopf, Akropolis, Ümerich und auch nicht von der Ruine der Saffenburg lässt sich das berühmte Weindorf komplett überblicken.
1868 lösten wenige Winzer des Weinbau- und Fremdenverkehrsortes im unteren Ahrtal in größter wirtschaftlicher Not und gegen den Willen des beherrschenden Weinhandels einen beispiellosen "Genossenschafts-Boom" an der Ahr aus. Die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr ist in den letzten Jahren zu einer der führenden Genossenschaften von Deutschland aufgestiegen, schreibt der renommierte Weinführer "Gault Millau". Beim Wettbewerb der 50 besten Weinbaugenossenschaften des Jahres 2010 belegte die traditionsreiche Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr den 1. Platz.
Mayschoß ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.
Der Ort Mayschoß wurde 1106 erstmals urkundlich erwähnt unter dem Namen Meinscozen. Die Geschichte des Ortes ist eng verknüpft mit der Geschichte der Saffenburg, deren Ruine oberhalb des Weinortes liegt.
Die Saffenburg wurde im 11. Jahrhundert vom Grafen Adolf von Nörvenich und Adalbert von Saffenburg (auch von Saffenberg genannt) als typische Höhenburg erbaut.
1173 gelangten Burg und Grafschaft Saffenburg durch Heirat an die Grafen von Sayn. 1184 kaufte der Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg eine Hälfte der Burg.
1424 kam die Anlage an die Grafen von Virneburg und nach deren Aussterben an die Grafen von Manderscheid-Schleiden, denen 1593 die Grafen von Marck-Schleiden als Burgbesitzer folgten.
Im den Kriegswirren des 17. Jahrhundert mehrmals belagert, besetzt und zerstört wurde die Burg geschleift 1704 und kam 1773 als Ruine in den Besitz der Herzöge von Arenberg.
Heute sind nur noch die Grundmauern der Burg erhalten. An einigen Stellen zeigen noch Böschungen an, wo früher einmal eine Mauer verlief. 2004 begann eine grundlegende Sanierung der verfallenden Grundmauern. Seit 2007 ist die Burgruine wieder öffentlich begehbar.
Mayschoß gehört zum Weinbaubereich Walporzheim im Anbaugebiet Ahr. Im Ort sind heute 59 Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 101 Hektar. Etwa 74 % des angebauten Weins sind Rotweine(Stand 2007).
Die bekanntesten Weinlagen in Mayschoß sind der Mayschosser Burgberg, Mayschosser Laacherberg, Mayschosser Lochmühlerley, Mayschosser Mönchberg, Mayschosser Schieferlay und Mayschosser Silberberg
Der Dichter Ernst Moritz Arndt erklärte in den 1840er Jahren die Ahr “zum romantischsten Fluss von allen, welche ihre Wasser in den Rhein gießen”. Schon damals war das Ahrtal ein beliebtes Reiseziel. Pittoreske Felsformationen, steile Weinberge, romantische Burgruinen und schmucke Weindörfer begeisterten damals wie heute die Besucher.
Bei einem Weinseminar des Weinhauses Nepomuk in Rech lernen Sie alles rund um Anbau und Kultur der Weine im nördlichsten zusammenhängenden Rotweinanbaugebiet Deutschlands - der Ahr. weiterlesen...