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Eifel - Kommern Seit ziemlich genau 10 Jahren ist Else Lutterbach die Tante Emma im Freilichtmuseum. Über Mundpropaganda hatte es sich rumgesprochen, dass das Museum jemanden für den Laden sucht und kurz darauf fing sie auch schon an, zunächst als Aushilfe, dann als feste Mitarbeiterin. Das spannende an ihrer Arbeit ist für sie der Kontakt zu den Besuchern. Denn wie früher im Tante Emma Laden auf dem Dorf werden auch im Museumsladen Geschichten erzählt, Erfahrungen ausgetauscht und die aktuellen Neuigkeiten weitergegeben.
"Häufig kommen Besucher rein, sehen die Persilschachteln, die alte Kasse oder eines der vielen Dinge, die im Tante-Emma-Laden zu entdecken sind und werden an ein Erlebnis aus ihrem Leben erinnert. Manchmal haben die Leute sogar die Tränen in den Augen", berichtet Else Lutterbach über einige besondere Begegnungen. Nicht selten kommen dabei wertvolle Informationen rum, die dem Museum bei der Dokumentation des Alltagslebens im Rheinland weiterhelfen.
Attraktion für die Kinder sind natürlich die Süßigkeiten, die offen in Gläsern auf der Ladentheke stehen und einzeln verkauft werden. Viele Erwachsene sind von den Stricksachen angetan, von Babysöckchen bis hin zu Handytaschen. Ihre persönliche Empfehlung für etwas ganz Besonderes aus dem Laden sind natürlich die Wurstwaren vom Deutschen Weideschwein, das im Museum gehalten wird. Für Sparsame empfiehlt sie die Stiftverlängerer, um einen Bleistiftstummel noch gut in der Hand halten zu können. Und für die Süßen unter den Besuchern eine Stange Süßholz, das Universalmittel in jedem Haushalt früher: als Süßigkeit zum Auslutschen, als Zahnhilfe für Babys, bei Magenbeschwerden, die Fasern zur Zahnreinigung und geraspelt als gesunder Zuckerersatz.
Solche Geschichten, über den Laden, seine Einrichtung und die vielen Dinge, die sie hier verkauft, könnte Tante Emma bzw. Else Lutterbach immer weitererzählen und freut sich jeden Tag, an dem sie im Museum ist, erneut auf Leute, die sich für den Tante-Emma-Laden begeistern.
Der Tante-Emma-Laden wird vom Förderverein des Museums betrieben. Besucher finden ihn in der Baugruppe Westerwald im Haus aus Großholbach. Die Ladeneinrichtung stammt von einem Tante-Emma-Laden aus Nörvenich und zeigt den Zeitraum um 1930.
Veranstaltungen im Freilichtmuseum Kommern
Rund 65 Gebäude wie Bauernhöfe, Windmühlen, Werkstätten, dörfliche Gemeinschaftsbauten wie Schul- und Backhaus, Tanzsaal und Kapelle wurden je nach ihrer Herkunft aus dem Gebiet der ehemaligen preußischen Rheinprovinz bzw. den früheren in diesem Gebiet gelegenen Territorien zu Baugruppen zusammengefasst. Äcker, Bauerngärten und Obstwiesen runden das Ganze ab.
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