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Burg Nürburg E-Mail
Sonntag, 14. November 2010 um 01:25 Uhr

Nrburg_aus_der_LuftNürburg - Auf dem "mons nore", dem schwarzen Berg, erbauten die Grafen von Are im 12. Jahrhundert eine Burg, von der eine ausgedehnte Ruine erhalten blieb. Das Grafengeschlecht von Nürburg starb 1270 im Mannestamm aus. In der Folgezeit wurden nur noch kurkölnische Amtmänner als Burgherren eingesetzt.

 

Zu Füßen der ehemals mächtigen Gipfelburg liegt das Motorsportmekka Nürburgring. Vom Bergfried der Burg hat man einen herrlichen Ausblick über die Vulkaneifel und die Hocheifel.

 

 

 

Bilder

 

Geschichte

Als eigentlicher Erbauer der Nürburg gilt Graf Ulrich, der in einer Urkunde aus dem Jahr 1169 genannt wird, obwohl bereits sein Vater Dietrich I. von Are auf dem Berg mit dem Bau einer Fluchtburg begann. Die Nachfahren Ulrichs nannten sich die „Herren von Nürburg und Are“ und waren Lehnsmänner der Kölner Erzbischöfe und des Stauferkaisers.

 

1290 ging die Burg in den Besitz Kurkölns über, da es keine Nachfahren des Geschlechts derer von Nürburg mehr gab. Das Erzbistum setzte einen Amtmann ein, der fortan dessen Belange vertreten sollte.

 

Der Bau der Burg erfolgte in drei Etappen. Nach dem Bau der rechteckigen Kernburg wurden zwischen 1340 und 1369 unter dem Amtmann Johann von Schleiden Zwingermauern als zweiter Befestigungsring errichtet. Im 15. Jahrhundert entstand ein dritter Ring zum Schutz der bis dahin frei zugänglichen Burgmannenhäuser, die heute nicht mehr erhalten sind.

 

Schon im 16. Jahrhundert befand sich die Burg in einem sehr schlechten Zustand, über den sich die amtierenden Amtmänner beklagten. Es wurden daraufhin mehrfach Restaurierungsarbeiten vorgenommen.

 

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Nürburg 1633 von den Schweden unter General Baudissin eingenommen, geplündert und beschädigt. 1674 besetzten kaiserliche Truppen die Burg.

 

1689 zerstörten französische Soldaten die Anlage endgültig. Der erhaltene Bergfried diente zunächst noch als Gefängnis, wurde aber 1752 auch dafür nicht mehr nutzbar. Die Burg wurde verlassen und als Steinbruch genutzt.

 

Im Jahre 1818 ließ Preußen den Bergfried restaurieren, da er mit seiner Höhe von 678 m ü. NN als trigonometrischer Punkt dienen sollte. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die Vorburg abgerissen. Heute zeugen nur noch die vorhandenen Reste der Ringmauer von ihrer Existenz.

 

1949 kam die Ruine in den Besitz des Landesamts für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, ehe die Verwaltung der staatlichen Schlösser Rheinland-Pfalz (heute: Burgen, Schlösser Altertümer Rheinland-Pfalz) die Betreuung übernahm. Letztere ließ mehrfach Arbeiten (zuletzt 1988/89) zur Freilegung verschütteter Bauteile sowie Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten vornehmen.

 

Kontakt

 

Burgverwaltung Nürburg,

53520 Nürburg

Telefon (0 26 91) 27 04

 

Öffnungszeiten: 01. April - 30. September: 09 - 18 Uhr 1. Oktober - 30. November und 1. Januar - 31. März: 09 - 17 Uhr Am ersten Werktag der Woche geschlossen.

 

Karte

Reiseinformation

adenauAdenau - Lebendig, traditionsbewusst und gleichzeitig weltoffen gibt sich die ehemalige Johanniterstadt  im Herzen der Hocheifel. Erstaunlich ist das vielfältige Einzelhandels- und Dienstleistungsangebot der nur knapp knapp 3.000 Einwohner zählenden Stadt, die  etwa 20.000 Einwohner der Umgebung mit ihrer Infrastruktur versorgt.

 

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