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Wir haben 233 Gäste und 11 Benutzer online| Tote Mäuse und ohnmächtige Menschen |
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| Mittwoch, 13. April 2011 um 13:09 Uhr | |
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Eifel - " Das Gas tödtet hier die Mäuse, Lichter erlöschen und Menschen, die sich nicht in Acht nehmen, fallen in Ohnmacht." Die bedrohliche Warnung stammt aus einem Dauner Keller. Was den Tod der Mäuse verursacht und auch schlimme Wirkungen auf Menschen haben kann, sind sogenannte Mofetten. Diese trockenen Kohlensäureaustritte gibt es gelegentlich in der Nähe von Mineralquellen, in denen sich Kohlendioxyd aus dem Erdinnern in Wasser gelöst hat. In einer vulkanisch geprägten Landschaft wie der Westeifel sind die Vorkommen an natürlichen Mineralquellen häufig. Die meisten Mineralquellen der Eifel sind sogenannte Hydrogenkarbonatwässer, die mehr als 1 Gramm CO2 pro Kilogramm Wasser gelöst haben. Sie werden in der Wissenschaft als Säuerlinge bezeichnet. Wenn sie therapeutisch wirksame Bestandteile wie Jod oder Radon enthalten, werden sie Heilwässer genannt.
Viele dieser Mineralquellen werden industriell ausgebeutet und bilden die Grundlage der Eifler Mineralwasserindustrie. Jedoch finden sich auch zahlreiche Mineralquellen, die nicht wirtschaftlich genutzt werden.
Die Austrittstemperaturen der meisten Mineralwässer liegen zwischen 7,9°C und 11,9°C. Neben diesen kalten Mineralwässern sogenannte Thermalquellen. Die Bergquelle bei Bad Bertrich hat eine Austrittstemperatur von 32°C; weitere Thermalquellen finden sich an der Strotzbüscher Mühle (Austrittstemperatur 19,2°C) und an der Quirinusquelle im Dreiser Weiher ( Austrittstemperatur 18,9°C). Weitere Thermalquellen finden sich an der Ahr , in Bad Neuenahr-Ahrweiler und bei Bad Breisig.
Kohlensäureaustritte sind in der Regel an Quellen gebunden, die meistens in Tälern liegen. Die von den Magmenherden in der Tiefe abgegebenen CO2 Gase wandern bis in die oberste Erdkruste. Dort wo sie die Grundwasserbereiche erreichen, werden sie mehr oder weniger vollständig gelöst. In der Nähe von starken Säuerlingen kommt es gelegentlich auch zu trockenen Austritten, sogenannten Mofetten. So ist in einem Bericht aus dem Jahr 1826 über einen Brunnen in einem Keller in Daun zu lesen: " das Gas tödtet hier die Mäüse, bei Wetterveränderungen erhöht sich seine Schädlichkeit; Lichter erlöschen und Menschen, die sich nicht in Acht nehmen, fallen in Ohnmacht." Eine Besonderheit unter den Eifler Mineralquellen ist der Brubbel in Wallenborn. Diese sogenannte intermittierende Quelle gibt in regelmäßigen Abständen CO2 frei, was das Wasser des Brunnens heftig brodeln läßt. Wissenschaftler schätzen die CO2 Menge, die jährlich über die Mineralquellen der Eifel in die Atmosphäre gelangen, auf 0,5 bis 1 Million Tonnen. Im Dialekt werden die Mineralquellen der Westeifel Drees oder Dreis genannt. Das mineral- und kohlesäurehaltige Wasser wird seit Jahrhunderten beim Backen zum Auflockern des Teiges benutzt.
Bildnachweis: Wikipedia Walter J. Pilsak
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