Habscheid
Allgemein: 570 Einwohner; 500 m ü. NN; Verbandsgemeinde Prüm ; Kreis Bitburg-Prüm; Rheinland-Pfalz; Gemarkungsfläche 1756 (ohne Hollnich 757 ha) Ortsteile: Habscheid; Niederhabscheid; Habscheider Mühle; Mitglied im Hofswaldzweckverband;
Struktur: Habscheid hat sich im Laufe der Nachkriegszeit wie viele andere Orte auch vom rein landwirtschaftlich orientierten Flecken strukturell verändert. Es gibt heute einige gewerbliche Betriebe verschiedener Branchen, Gaststätten usw.; Landwirtschaft; Tagespendler; Gewerbe; Gastronomie;
Freizeit: Wandern
Feste: Kirmes am Sonntag vor St. Johannis (24.6.)
Lage: südwestlich von Prüm in der westlichen Hocheifel
Geschichte: Für die Entstehung des Ortsnamens gibt es zwei Deutungen. Die erste leitet sich ab als „Hofscheid", die zweite ginge zurück auf „Habichtsscheid". Über den Höhenrücken zwischen Alfbach und Bierbach verlief eine Römerstraße, die eine Querverbindung darstellte zwischen den römischen Heerstraßen Reims-St. Vith und Trier-Köln. In der Gemarkung Habscheid gemachte Funde aus der Zeit 100 n. Chr. belegen die Anwesenheit von Römern. Die Ortsendung „-scheid" läßt eine Entstehung des heutigen Ortes in der späten Rodungsphase im 12./13. Jahrhundert vermuten. Bis 1794 gehörte der Ort zur Vielherrschaft Pronsfeld. Nach dem Einzug französischer Revolutionstruppen geriet der Ort zum Wälderdepartement. Unter preußischer Herrschaft im Kreis Prüm war Habscheid Bürgermeisterei für die Gemeinden Habscheid, Hollnich und Masthorn, später zugeordnet zur Amtsbürgermeisterei Bleialf.1938 wurden im Zusammenhang mit dem Westwallbau 3 Arbeitsdienstlager in der Gemarkung errichtet. Im Zuge der Kampfhandlungen der Ardennenoffensive wurde der Ort zum größten Teil zerstört. 1970 wurde Habscheid nach Auflösung des Amtes Bleialf Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde Prüm.
Sehenswertes: Wegekreuze; Habscheider Mühle, eine sehr alte Getreidemühle; Naturschutzgebiet Alfbachtal
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